Anmerkung:

In der Folge möchten wir einige Passagen aus einem Text von Dr. med. Wilfried Krickau ( niedergelassener und deutschlandweit anerkannter Facharzt mit den Spezialgebieten Borreliose und Naturheilverfahren in Dresden) zum Thema kolloidales Silber Ihnen zugänglich machen.

Kolloidales Silber

SR Dr. med. Wilfried Krickau Dresden, 21.06.04
01109 Dresden



Therapieerfahrungen mit kolloidalem Silber (KS)

Kolloide sind Elemente- oder Molekülverbindungen in Dispersionsmitteln (Schutzkolloide). Wir verwenden sie täglich als Hydrosole (im Wasser als Dispersionsmittel verteilt), als Alkosole (Alkohole), Organosole (organische Lösungsmittel), Aerosole (Gase) z.B. in der Kosmetik oder Medizin. Die Qualität und das Alter von Hydrosolen kann optisch durch den Tyndall-Effekt beurteilt werden, der durch eine Streuung des Lichtes beim Durchtritt durch die Kolloide charakterisiert oder sichtbar ist. Veraltete Kolloide haben nicht die punktförmigen Brecheffekte durch die gleichmäßigen Partikelverteilungen der Wirkstoffe infolge der gleichwertigen positiven der negativen, also abstoßenden Ladungen, sondern einen Bodenbesatz infolge der Ausfällung. Beachtenswert ist auch, dass Kolloide durch UV-Licht, Wärme und Kälte beizeiten altern und infolge dessen wirkungslos werden. Deswegen sollten sie besonders im Falle des KS in dunkle Flaschen abgefüllt und nicht im Kühlschrank oder in Fahrzeugen (PKW) aufbewahrt werden.
Silber, seine Derivate und Legierungen werden traditionell bereits seit dem Altertum durch ihre bakterizide (Vernichtung von krankmachenden Keimen, Fäulnis- und Gährungsbakterien) und adstringierende (eiweißfällende und damit entzündungshemmende) Wirkung, also zur Konservierung von Trinkwasser, Milch und Wein aber auch in der Medizin zu Heilzwecken verwendet. Silberverbindungen (Silbernitrat, -sulfit, -acetat, -Komplexverbindungen) werden nur sehr langsam vom Magen und Darm aufgenommen, so dass systemische Giftwirkungen bei den üblichen Dosierungen ausgeschlossen sind. Erst eine Trinkmengenaufnahme von 2 g Silber täglich wirkt toxisch, von 10 - 30 g tödlich. 2 mg werden pro Tag durch den Darm wieder ausgeschieden. Im Rahmen der Therapie ist die Argyrosis (Argyrie) zu beachten, die nach längeren und unkontrollierten Silberaufnahmen in jedweder Form auftritt. Als Argyrosis bezeichnet man eine graublaue Verfärbung der Haut, Schleimhäute und Skleren, die durch die Ablagerung von Silbersulfit zustande kommt. Langjährige, häufige und hochdosierte Rollkuren mit Silberpräparaten bei Patienten mit chronischen Speiseröhren- und Magenkrankheiten führten noch bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts zur Argyrose. Patienten, die damit belastet waren, fielen im Stadtbild auf. Auch Angehörige des niederen, mittleren und Hochadels Europas und anderer Kontinente, die aus Silber- oder versilberten Gefäßen tranken, wurden dadurch "blaublütig". Diese Anreicherungen von Silbersulfit findet man dann auch intraoperationem oder intrasectionem und den inneren Organen wie Leber und Niere, so dass chronische und schwere Leber- und Nierenerkrankungen eine Kontraindikation für Silbertherapien sind. Zur Ausbildung der Argyrosis kommt es besonders und prompt nach einer längeren und unkontrollierten Silberaufnahme mit unbekannter Konzentration des Präparates per os oder von 2 g täglich nach intravenösen Gaben.
Silberpräparate wurden in der Medizin vor 40 bis 100 Jahren sowie im Mittelalter und Altertum häufiger als heute zum Beispiel bei Haut- und Schleimhauterkrankungen angewendet. Die bekanntesten Anwendungen waren außerdem und sind immer seltener die Silberspülung bei Harnblasen- und die Silberstähle bei Harnröhrenerkrankungen (Gonorrhö), die Credé-Prophylaxe durch eine Silbernitratlösung bei Neugeborenen zur Verhütung der durch Gonokokken verursachten Blepharoblennorrhoe und Erblindung, die Silberfolien zur Mitbehandlung von Brandwunden, anderen traumatischen Hautdefekten und offenen Beinen jedweder Genese, die Lutschtabletten bei Krankheiten des Mundes und der oberen Atemwege und als das Chemotherapeutikum Silbersalvarsan bei Schleimhautkrankheiten wie Gastritis, Mund- und Bindehautentzündung. Das Silbernitrat dient auch noch heute als Ätzmittel in Form des Höllensteinstiftes bei überschießenden Wundgranulationen. Silbersalben und -puder befinden sich für bestimmte Indikationen im Handel.
Silber im Kolloidzustand wird heute mit einigem Recht und Verständnis als "natürliches Antibiotikum" bezeichnet und bei einer Vielzahl von Erkrankungen lokal und systemisch angewendet. Nach Becker, R. fördern Silberelektronen die Knochenregenerationen und hemmen die Mitose von Fibrosarkomzellen. Das wurde experimentell nachgewiesen. Laut Bayer M., Fox Chose Cancer Center, Philadelphia hemmt KS das Wachstum, die Vermehrung und die Migration von Borrelia burgdorferi in vitro. Angeblich besteht die Wirkung von KS auch durch einen toxischen Effekt auf die DNA von Erregern, ihre Atmungskette und die Membran von Mikroben aller Art. Von einigen Autoren wird über Therapieerfolge auch bei Infektionen mit Staphylococcus aureus, Shigella boydii, Almonella arizonae, Escherichia coli, Haemophilus influenzae, Enterobacter aerogenes, Enterobacter cloacae, Klebsiella pneunomiae, Klebsiella ozaenae, Pseudomonas aeruginosa, Streptococcus pneumoniae, Streptococcus pyogenes berichtet. Das sei an der Young Universität in Birmingham nachgewiesen worden (Pies J., Jenkner W.)
Das KS in Konzentrationen von 10 ppm (= parts per million) wird von uns indikationsbezogen in Kombination mit der Antibiose (Dresdner Schema) gegen alle Verlaufsformen der Borreliosen als Begleit- und Folgeverordnung gegeben.
Damit verbinden wir die Vorstellung, dass nach den Antibiotikagaben nicht abgetötete Borrelienstämme noch absterben oder zumindest in ihrer Wirkung und in ihren Überlebensstrategien zeitweilig oder ständig in ihrem Wachstum, ihrer Vermehrung und Verbreitung gebremst, gehemmt oder so geschädigt werden, dass sie ihre krankmachenden Eigenschaften verlieren.
Weil Silberpräparate wie zitiert nicht zur Bakterienresistenz führen, sollten sie unter sachkundiger Leitung auch bei sogenannten resistenten Borreliosen, ihren Koinfektionen und opportunistischen Keimen angewendet werden, die u.a. für Scheinresistenzen, d.h. Therapieversagen "verantwortlich sind". Silber hat vermutlich auch eine immunprotektive Wirkung. Es gibt nicht wenige Patienten, die aus konfessionellen Gründen Antibiosen bei schweren akuten oder chronischen Infektionskrankheiten ablehnen. Denen muss mitgeteilt werden, dass KS allein nicht hilft und dass nicht erfolgte Antibiotikagaben bei allen mikrobiellen Erkrankungen Kunstfehler sind. Erst begleitend oder während einer zeit-, erreger- und stadiengerechten Antibiose, z. B. bei den Borreliosen können diese anderen naturheilkundlichen oder alternativen Therapien als Komplementärtherapie eingesetzt werden.
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Die Produktion des KS erfolgt mit hochwertigen Silberelektroden aus destilliertem Wasser und, das sei besonders betont, nicht aus Mineral- oder Leitungswasser. Für die Herstellung von KS empfiehlt es sich, Geräte zu verwenden, die eine Temperaturkontrolle während des Herstellungsvorganges gestatten, eine gepulste Elektrolyse möglich machen, die Wasserqualität analysieren und die Herstellung der gewünschten Silberkonzentration (ppm-Wert) garantieren (Becker, Faxmitteilung vom 17.05.04).
Eine Einnahme dieses Medikamentes durch Metalllöffel und -gefäße und die Verdünnung mit Leitungs- oder Mineralwasser führt zumeist zum Wirkungsverlust bis zur Unwirksamkeit des Präparates (Ausfällung der Kolloide).

Zusammenfassung

Zusammenfassung:Gegenwärtig gibt es in der Naturheilkunde, einen Boom bei der Verordnung und Anwendung von KS.Die medizinische Grundlage dafür ist die bereits seit dem Altertum empirisch bekannte prompte adstringierende, bakterizide und konservierende Wirkung von Silber. Die technischen Voraussetzungen für die rentable Herstellung des KS und seiner Legierungen oder Derivate wurden erst in den letzten Jahren geschaffen. Gemeint ist damit auch die Herstellung und Anwendung von praktikablen Qualitäts- und Konzentrationsmessgeräten. Kolloidales Silber wird in verschiedenen Konzentrationen mit hochwertigen Silberelektroden aus destilliertem Wasser hergestellt, wobei die Silberdichte in ppm oder mg/l angegeben wird.Wir favorisieren vor allem, aber nicht nur die postantibiotischen Silbergaben mit der Absicht, resistente Borrelienstämme, ihre Kokeime und die opportunistischen Erreger (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) noch zu hemmen oder abzutöten. Die Hauptindikationen der Verordnung dieses Medikaments sind also nicht überzeugende Erfolge nach Antibiotikagaben bei Borreliosen sowie bei deren Rezidiven, Reinfektionen, und Pfropfborreliosen und bei anderen Infektionskrankheiten.Wie bei allen anderen Medikamenten und ihren Verordnungen (lokal und/oder systemisch) ist auch hier die Therapieerfahrung des Behandlers gefragt.Bei allen Ordinationen des KS mit einer Konzentration von 10 ppm verordnen wir zunächst 500 ml, 3 x 5 ml der Lösung pro die ohne Verdünnung, wobei wir die Empfehlung geben, Keramik oder Glaslöffel bzw. entsprechende Gefäße zu verwenden. Wenn bei dieser Dosierung keine herxheimerartigen Beschwerden auftreten, dann erhöhen wir die Tagesdosis sukzessive auf 3 x 20 ml und die Gesamtmenge auf 1,5 Liter bis herxheimerartige Reaktionen auftreten.Das alles gilt auch für äußerliche und innerliche Anwendungen in der Tiermedizin.



SR Dr. med. Wilfried Krickau







Mit freundlichen Grüßen